Vorschau
Vaterland
Mi, 7. Oktober • 20 Uhr • 🥂
Mo, 12. Oktober • 20 Uhr
- Genre: Biografie, Drama, Historie
- Regie: Paweł Pawlikowski
- Drehbuch: Paweł Pawlikowski, Henk Handloegten
- Darsteller: Hanns Zischler, Sandra Hüller, August Diehl, Devid Striesow, Fritzi Haberlandt, Milan Peschel, Joachim Meyerhoff
- Produktion: Polen, Deutschland, Italien, Frankreich 2026
- Filmlänge: 82 Minuten
- FSK: frei ab 0 Jahren
- Website: vaterland-der-film.de
- Verleih: NEUE VISIONEN Filmverleih GmbH
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und
seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland
in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum
Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung
und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen
wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert.
Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem
er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den
Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER
LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in
überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit
überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine
intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.
|
Filmplakat |
Filmtitel und Filmdaten |
Do |
Fr |
Sa |
So |
Mo |
Di |
Mi |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Vaterland |
|
|
|
|
20:00
|
|
|
Oh la la 2 - Neue Tests, neues Chaos
Mi, 28. Oktober • 20 Uhr • 🥂
Mo, 2. November • 20 Uhr
- Originaltitel: Cocorico 2
- Regie: Julien Hervé
- Drehbuch: Julien Hervé
- Darsteller: Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud, Marianne Denicourt
- Produktion: Frankreich 2026
- Filmlänge: 92 Minuten
- FSK: frei ab 12 Jahren
- Deskriptoren: Diskriminierung, Bedrohung, Sprache
- Website: weltkino.de/filme/oh-la-la-2-neue-tests-neues-chaos
- Verleih: Weltkino Filmverleih GmbH
Nachdem Frédéric und Gérard die Wahrheit über ihre Herkunft gerade erst verdaut haben, wollen sie das Kriegsbeil begraben und gemeinsam die Hochzeit ihrer Kinder planen. Doch schon sorgt die nächste Enthüllung für Chaos: Ein plötzlich auftauchender Cousin und ein neuer DNA-Test wirbeln alles ordentlich durcheinander und stellen die Testergebnisse noch einmal komplett auf den Kopf. Schnell wird klar: In diesen Stammbäumen steckt noch jede Menge Sprengstoff!
Nach seinem großen Publikumserfolg setzt Julien Hervé erneut auf französischen Charme, gnadenlosen Humor und sein hochkarätiges Ensemble um Christian Clavier (MONSIEUR CLAUDE-Reihe) und Didier Bourdon. Dabei gelingt es OH LA LA 2 – NEUE TESTS, NEUES CHAOS seinen Vorgänger in Sachen Gag-Dichte sogar noch zu übertreffen.
Lolita lesen in Teheran
Filmabend 🥂 - Eine Welt Laden
Mi, 11. November • Abendveranstaltung ab 19 Uhr - Filmbeginn ca. 19:30 Uhr
- Originaltitel: Reading Lolita in Tehran
- Genre: Drama
- Regie: Eran Riklis
- Drehbuch: Marjorie David
- Romanvorlage: Azar Nafisi
- Darsteller: Golshifteh Farahani, Zar Amir Ebrahimi, Mina Kavani, Reza Diako, Arash Marandi, Catayoune Ahmadi, Lara Wolf, Sina Parvaneh
- Produktion: Italien, Israel 2025
- Filmlänge: 108 Minuten
- FSK: frei ab 12 Jahren
- Deskriptoren: Gewalt, Bedrohung, belastende Themen
- Website: weltkino.de/filme/lolita-lesen-in-teheran
Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.
Mit LOLITA LESEN IN TEHERAN erzählt Eran Riklis (LEMON TREE) die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble um Golshifteh Farahani und Zar Amir zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann. Seine Weltpremiere feierte der Film 2024 auf dem Rome Film Fest, wo er mit dem Publikumspreis sowie dem Sonderpreis der Jury für die weibliche Besetzung ausgezeichnet wurde.
|
Filmplakat |
Filmtitel und Filmdaten |
Do |
Fr |
Sa |
So |
Mo |
Di |
Mi |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Lolita lesen in Teheran |
|
|
|
|
|
|
19:30
|
Fassaden
Filmabend 🥂 - Mayener Forum
gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen
Mo, 16. November • Abendveranstaltung ab 19 Uhr - Filmbeginn ca. 19:30 Uhr
- Genre: Dokumentarfilm
- Regie: Alina Cyranek
- Drehbuch: Alina Cyranek
- Stimmen: Sandra Hüller
- Produktion: Deutschland 2025
- Filmlänge: 90 Minuten
- FSK: frei ab 12 Jahren
- Deskriptoren: Gewalt, Bedrohung, Verletzung
- Website: rotzfrech-cinema.com/fassaden/
- Verleih: Rotzfrech Cinema UG
Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar.
Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar.
In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt.
Die Erzählung wurde aus vier realen Erfahrungsberichten zu einer Geschichte verdichtet, um die Anonymität der Frauen zu wahren. Alle Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, nichts ist erfunden. Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. Die Manipulation der Frau wird mittels Animation zunehmend sichtbar gemacht, indem einzelne Frames auf Papier ausgedruckt, bearbeitet und wieder in den Realfilm eingefügt werden. Den klassisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen.
FASSADEN ist kein einfach konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für die Zuschauenden. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd, physisch. FASSADEN spiegelt all das in seiner Form wider, ist radikal und eigensinnig.
