Vorschau
Der Atmende Gott - Reise zum Ursprung des modernen Yoga
Montag, 20. Februar • 20 Uhr
Mittwoch, 22. Februar • 20 Uhr
- Genre: Dokumentarfilm
- Regie: Jan Schmidt-Garre
- Produktion: Deutschland 2011
- Filmlänge: 104 Minuten
- FSK: frei ab 0 Jahren
Irgendwo zwischen der stetig wachsenden Wellnesbewegung und der Ikonographie aktueller Werbekampagnen sind durch Yoga fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig geworden. Doch was ist das eigentlich, was geschieht, während man das macht? Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Eine Art Religion - oder doch eher exotisches Variété, im Irgendwo angesiedelt zwischen Schlangenmenschen und Allheilmittel für uns Zivilisationsgeplagte jeder Couleur.
Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt, wie schon in seinen vorigen Filmen, seiner persönlichen Neugier und findet, weil Wahrheit mit Wahrheit belohnt wird, allseits Überraschendes. Auf authentischem 16mm-Filmmaterial gedreht, in klassisch kadrierte Bilder gesetzt und komplett in Indien und für die Kinoleinwand produziert, öffnet sich der Blick auf ein ungewohntes, ungewöhnlich normales Indien, das jenseits schriller Farben von Holi-Festen und Kräftemessen aschebestäubter Gurus eine ganz eigene Magie entfaltet.
Der Atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga zeigt erstmals die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint: Noch nicht gesehene historische Aufnahmen des Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois, der während der Dreharbeiten verstarb, sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin die Lehre des Atmenden Gottes beibringen durfte.
Jan Schmidt-Garre, erzählender Regisseur, betreibt selbst Yoga. Seine Reise zum Ursprung des modernen Yoga ist zugleich eine Lehrfahrt zu verschiedenen Lehrmeistern der indischen Disziplin. Sie vollendet sich nach fünf Jahren Drehzeit vor einem Mini-Tempel für Eingeweihte. Hier sieht Schmidt-Garre das Götterbild Narasimhas, des atmenden Gottes. Angeblich war der Körper des Luftwesens zu mehreren Millionen Asanas bereit.
Kriegerin
ab 23. Februar
- Genre: Drama
- Regie: David Wnendt
- Drebuch: David Wnendt
- Darsteller: Alina Levshin, Jella Haase, Sayed Ahmad Wasil Mrowat, Gerdy Zint, Lukas Steltner, Uwe Preuss, Winnie Böwe, Rosa Enskat, Haymon Maria Buttinger, Klaus Manchen, Andreas Leupold, Najebullah Ahmadi
- Produktion: Deutschland 2011
- Filmlänge: 103 Minuten
- FSK: frei ab 12 Jahren
- Prädikat: besonders wertvoll
- Website: www.kriegerin-film.de
Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (20) ist Teil einer Jugendclique der
rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat
sie „Skingirl“ tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr
jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die
Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr
Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben,
ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. In diesem Sommer wird sich alles
ändern. Svenja, ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig
auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil und Rasul aneinander
– zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit
eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen löst sie eine Kette
von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellen. Während Svenja
immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie
beginnt sich zu ändern, doch der Weg raus wird härter als sie ahnt.
"Schockierend gut. Schockierend aktuell... 'Kriegerin' ist ein Cliquenfilm über familiäre Ruinen und ostdeutsche Dörfer, in denen es normal ist, Nazi zu sein wie Fußball zu spielen. Und wie es beim Fußball ums Toreschießen geht, geht es bei den Nazis darum, Ausländer zu verprügeln... 'Kriegerin' ist ein Film des jungen Regisseurs David Wnendt, der für die Geschichte monatelang unter Neonazis recherchierte und sich dabei auf die jungen Frauen konzentrierte."
- STERN
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Und dann der Regen
Dienstag, 28. Februar • 20 Uhr
- Originaltitel: También la lluvia
- Genre: Drama
- Regie: Iciar Bollain
- Drebuch: Paul Loverty
- Darsteller: Gael García Bernal, Luis Tosar, Karra Elejalde, Juan Carlos Aduviri
- Produktion: Spanien/Frankreich/Mexico 2011
- Filmlänge: 102 Minuten
- FSK: frei ab 12 Jahren
- Website: www.und-dann-der-regen.de
Sebastián ist ein junger idealistischer Filmregisseur. Er hat sich vorgenommen, einen aufrichtigen Film über eine der bedeutendsten Gestalten der Weltgeschichte zu drehen –Christoph Kolumbus. Sebastián ist entschlossen, den Mythos zu entlarven. Stattdessen will er zeigen, was Kolumbus in Gang gesetzt hat: Gier nach Gold, Sklavenhandel, entsetzliche Gewalt gegen die Ureinwohner.
Costa, Sebastiáns Produzent, ist vor allem daran interessiert,
dass der Film pünktlich und innerhalb des Budgets abgedreht wird. Costa wählt als Drehort Bolivien – günstige Kosten schieben die historische Genauigkeit etwas in den Hintergrund.
Doch während der Dreharbeiten in Cochabamba drohen soziale Unruhen. Die Wasserversorgung der Stadt ist an einen multinationalen Konzern verkauft worden. 500 Jahre nach Kolumbus kommt es erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen der indianischen Bevölkerung und einer hochgerüsteten modernen Armee.
Das Drehteam von Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten kaum ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands...
»Ein dicht erzähltes Drama, poetisch, leidenschaftlich und von großer Wärme, mit herausragenden Darstellern, allen voran Luis Tosar« - Washington Post)