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Eine Welt Laden - Filmabend: "Als Paul über das Meer kam"

Das Corso Kino zeigt in Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden Mayen e.V. den Dokumentarfilm "Als Paul über das Meer kam" von Jakob Preuss.

Montag, 26. Februar
20 Uhr


Als Paul über das Meer kam

Montag, 26. Februar • 20 Uhr

  • Genre: Dokumentarfilm
  • Regie: Jakob Preuss
  • Drehbuch: Jakob Preuss
  • Produktion: Deutschland 2017
  • Filmlänge: 97 Minuten
  • FSK: frei ab 6 Jahren
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Prädikat: besonders wertvoll
  • Website: www.paulueberdasmeer.de

  • Verleih: farbfilm verleih GmbH

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?
Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss...

In ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – Tagebuch einer Begegnung begleitet Regisseur Jakob Preuss den Weg des Kameruners Paul Nkamani von einem improvisierten Flüchtlingscamp in Marokko über die Erstaufnahme für Asylsuchende in Eisenhüttenstadt bis ins elterliche Wohnzimmer des Regisseurs. Der Film erzählt eine ganz persönliche Migrationsgeschichte und eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Regisseur und Protagonist im politisch brisanten Umfeld der europäischen Migrationsdebatte.
Noch nie gelang es einem Film, die einzelnen Aspekte der Migrationsdebatte so ergreifend und anschaulich anhand eines bewegenden Einzelschicksals zu beleuchten. ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM thematisiert sowohl Fluchtursachen, Leben im Transit, Gefahren einer Mittelmeerüberquerung, Sichtweisen des Grenzschutzes, als auch Vorgaben durch das Europäische Asylsystem bis hin zur Ankunft am Sehnsuchtsort und gelebte Willkommenskultur. Regisseur Jakob Preuss schafft es, dem Thema Migration durch Paul Nkamani ein Gesicht zu geben.
Im Rahmen des 38. Filmfestivals Max-Ophüls-Preis feierte ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM seine Deutschlandpremiere im Dokumentarfilmwettbewerb. Seitdem wurde der Film auf zahlreichen Festivals prämiert und gewann zuletzt beim 20th Shanghai International Film Festival den Golden Goblet Award als Bester Dokumentarfilm.

„Pauls dramatischer Weg vom Flüchtlingscamp in Marokko bis nach Berlin begleitet Preuss über mehr als zwei Jahre, und dabei erlebt der politische Aktivist und Grimme-Preisträger ein moralisches Dilemma: Darf er sich als Filmemacher einmischen oder muss er Distanz wahren zu seinem Protagonisten?“ - DER TAGESSPIEGEL
„ […] nicht nur der gelungene Versuch, den zahllosen anonymen Migranten am Beispiel eines Einzelschicksals ein Gesicht zu geben, sondern ebenso ein interessanter Film über das dokumenatrische Arbeiten.“ - LEIPZIGER VOLKSZEITUNG